Krankentagegeld

Das Krankentagegeld dient dem Zweck, den Verdienstausfall im Falle einer Erkrankung auszugleichen.

Die Angestellten haben in der Regel einen Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Daher wird das Tagegeld erst nach der sechsten Woche benötigt.
Anders bei Selbstständigen. Diese müssen selber für den Verdienstausfall vorsorgen. Je nach Struktur des Betriebes sollte die Zahlung des Tagegeldes hier zu einem früheren Zeitpunkt einsetzen.

Wie wird der Bedarf ermittelt ?

Nach einer weitverbreiteten Meinung sollte das Krankengeld in der Privaten Krankentagegeldversicherung dem Nettoeinkommen entsprechen.

Zunächst wollen wir die Regelung der gesetzlichen Krankenversicherung heranziehen. Hier berechnet sich das Krankengeld aus dem niedrigeren Wert von 70% des letzten Bruttogehaltes oder 90% des letzten Nettogehaltes. Gezahlt wird das Krankengeld für max. 78 Wochen. Das berechnungsfähige Bruttogehalt ist jedoch auf die Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 3.750 EUR mtl. (2010) beschränkt. Davon werden die halben SV Beiträge (also 19,9% Rentenvers., 3,3% Arbeitslosenvers. und 1,95 oder 2,2% Pflegeversicherung) abgezogen. Somit ergibt sich in der Summe ein Abzug von 12,575% für Versicherte mit Kindern. Für Kinderlose beträgt der Abzug 12,825%.

In der Privaten Krankenversicherung sollte das Krankengeld sich (als vereinfachte Methode) nach folgender Formel berechnen.

Nettoeinkommen (oder laufender Bedarf) + SV Beiträge (siehe GKV) + PKV Beitrag (inkl. Arbeitgeberanteil) = Krankengeld

Der Beitrag zur Privaten Krankenversicherung ist als Gesamtzahlung zu erbringen. Das bedeutet, das der Versicherte auch den wegfallenden Arbeitgeberanteil zu tragen hat. Bitte bedenken Sie dieses bei der Berechnung. Überprüfen Sie gegebenenfalls auch Ihren bisherigen Schutz.