Nach dem Wechsel

Wechsel zur PKV geschafft – und nun?

Sie haben lange überlegt, alle Eventualitäten abgewogen, sich ausgiebig und gut beraten lassen und zur privaten Krankenversicherung (PKV) gewechselt.

Nun haben Sie den Versicherungsschein erhalten und überlegen was sich nun alles für Sie ändern könnte?

Zunächst einmal sei gesagt, dass wir unsere Tätigkeit damit keineswegs als erledigt betrachten. Wir stehen Ihnen natürlich auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Sei es, dass Sie Fragen zu Ihrem Vertrag und dessen Inhalten haben, sich Ihr familiäres- oder berufliches Umfeld ändert, Sie nicht einer Meinung mit dem Versicherer sind, sich Ihre Bankverbindung oder Anschrift ändert, oder, oder, oder. Nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf, wir sind für Sie da!

Auf folgende Dinge möchten wir Sie noch aufmerksam machen:

Spätestens beim nächsten Arztbesuch müssen Sie bekannt geben, dass Sie nun privat versichert sind. Eine Verpflichtung die Ärzte schon vorab zu informieren gibt es aber nicht.

In Zukunft bekommen Sie von Ihrem Arzt eine Rechnung, die Sie an den diesen bezahlen müssen. Egal, ob Sie diese bei der PKV einreichen oder wegen einer möglichen Beitragsrückerstattung oder eines Selbstbehaltes nicht einreichen wollen. Die Pflicht zur Bezahlung besteht natürlich auch bei Medikamenten. Bei Behandlung in Krankenhäusern rechnet Ihr privater Krankenversicherer in der Regel direkt mit dem Krankenhaus ab. Dafür erhalten Sie von den meisten Versicherern eine Karte für „Privatversicherte“.

Medikamente beziehen Sie wie gewohnt, mit Ihrem Rezept, aus der Apotheke. Das Rezept sollte immer eine Diagnose enthalten, um erstattungsfähig zu sein.
Ob Sie das Medikament in der Apotheke um die Ecke oder über eine Versandapotheke beziehen bleibt Ihnen überlassen.
Einige wenige Versicherer haben aber Tarife, welche eine Versorgung mit Generika vorschreiben.

Die meisten Versicherer stellen eine Karte für Ihre Versicherten aus, die eine Kostenübernahme für das Krankenhaus garantiert. Der Versicherer bescheinigt hierauf die versicherten Krankenhausleistungen (z.B. 100% Einbettzimmer, 100% Regelleistungen). Die meisten Krankenhäuser fragen bei der Aufnahme nach dieser Karte. Hat Ihr Versicherer keine solche Karte, so fragt das Krankenhaus bei dem Versicherer an. In diesen Fällen sollten Sie als Nachweis z.B. eine Kopie Ihres Versicherungsscheines vorlegen können.

Die Karte dient dem Arzt oder Zahnarzt bei ambulanten Behandlungen nur als Arbeitserleichterung und wird auch hier eingelesen. Eine Kostenübernahme wird im ambulanten Bereich durch die Karte allerdings nicht garantiert.

Ihrem Arbeitgeber müssen Sie mitteilen, dass Sie nun privat versichert sind und übergeben ihm die Arbeitgeberbescheinigung. Nur so kann dieser den Arbeitgeberzuschuss richtig berechnen und Ihnen auszahlen. Der Beitrag wird immer komplett von Ihrem Konto abgebucht und der Arbeitgeber erstattet die Hälfte (im Rahmen der Höchstsätze) mit der Lohnabrechnung.

Die Bescheinigung der Folgeversicherung müssen Sie ihrem bisherigen Versicherer bzw. der Krankenkasse übersenden. Dieses muss rechtzeitig vor Ablauf des Vertrages dort eingehen, sonst wird die dortige Kündigung unwirksam.